Mit der Vespa über die Alpen

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Von Chur über den San Bernadino Pass an den Lago Maggiore nach Ascona – mit einer Vespa 946 kein Problem

„Das Töff steht schon in der Garage für Sie bereit“, flötet die junge Hotelrezeptionistin in Chur. Wie bitte? Töff? Eine Vespa 946 steht dort, das neueste Designprodukt aus dem Hause Vespa, strahlend weiß mit knallrotem Sattel. Töff ist schweizerdeutsch und nicht abwertend gemeint, erfährt man aus Motorrad-Kreisen der Ostschweiz.

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Das Paris der Bohemiens – ein Wochenende voller Luxus

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Was ist Luxus? Ist es das Fläschen mit der Aufschrift „sleep spray“, das im Badezimmer des Hotels Banke steht? Und wo soll es appliziert werden? Der Butler gibt Auskunft – vor dem Schlafengehen aufs Kopfkissen sprühen, und dann würde man selig wie die Engelchen einnicken… Hört sich gut an, doch ob es so einfach funktioniert? Das Hotel ist jedenfalls schon mal ein guter Start für das verlängerte Luxuswochenende in Paris, man gönnt sich ja sonst nichts. Es gehört einer Familie aus Barcelona, deren Hobby es ist, um die Welt zu reisen und Antiquitäten und ausgesuchtes Kunsthandwerk mitzubringen. Dies wird dann in Vitrinen in den Gängen des Hotels ausgestellt und gibt dem 5-Sterne-Haus eine besondere Note. Ursprünglich war das Hotel Banke, einen Katzensprung von den Galeries Lafayette entfernt, eine Bank für Juwelen.

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Können so viele Touristen irren?

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Heute bin ich mal wieder am Checkpoint Charlie vorbeigefahren, der Trubel der Touristen war wie immer groß. Ich frage mich: warum kommen so viele Touristen dorthin? Checkpoint Charlie ist wahrscheinlich der hässlichste Platz in Berlin, es gibt überhaupt nichts zu sehen, außer einem Nachbau eines Checkpoints der Amerikanischen Allierten Streitkräfte und ein paar Schauspielern, die US-Officers nachspielen. Ich habe 3 Euro gezahlt, um euch dieses Foto hier zu präsentieren. Ansonsten gibt es: schlechte Currywurstbuden, Pizza, Burger, Döner, Ramschverkäufer mit Made-in-China Billigsouvenirkram, ein Gemälde von Asisi gegen happige Eintrittsgebühr, hässliche Häuser, schlechten Kaffee. Von der ehemaligen „Attraktion“, dem „antifaschistischem Schutzwall“, ist rein GAR nichts mehr übrig, der wurde gänzlich abgetragen. Ach ja, da ist noch das Museum am Checkpoint Charlie, überteuert, und mit wenig Inhalt. Dabei bietet Berlin sooooo viele interessante Plätze!! Einige davon habe ich in meinem neuen Buch, das bald im Via Reise Verlag erscheint, beschrieben. Dazu bald mehr.

Türkei Südküste

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Aktuell möchte ich hinweisen auf meinen neuen Reiseführer über die türkische Südküste, der bei Merian erschienen ist: Merian live! Türkei Südküste von Dirk Engelhardt, Preis: 11,99 Euro. Die Recherche dazu hat mir viel Spaß gemacht, und in den kleinen Orten der Südküste ist von Terrorgefahr wie in Istanbul oder an der Grenze zu Syrien nichts zu spüren. Hier ein kleiner Auszug meiner Fotos:

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Der „Multi Market Press Trip“

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„Unter anderem haben wir neue Häuser der Marke DoubleTree by Hilton in London und Amsterdam eröffnet. Wir wären froh, wenn wir Sie auf unserem internationalem Press Trip begrüßen dürften, auf dem Sie ein tolles Programm in beiden Städten erwartet“… So etwa lautete die mail, die ich eines Tages in meiner Mailbox vorfand. Nach London wollte ich sowieso mal wieder, und werde könnte bei einem solch verlockendem Angebot widerstehen? Zumal alles, von den Flügen bis zu Restaurantbesuchen und Museumsbesuchen von der spendablen PR-Agentur aus München bezahlt würde.

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Cornwall – im Tree House

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In Tregaminion, nahe bei Land‘s End in Cornwall, hat ein Künstler ein exzentrisches Tree House geschaffen

Das in Leinen gebundene Gästebuch, das auf dem Tisch liegt, quillt über vor Lobeshymnen. Meist von englischen Pärchen, die es hier für ihren Geburtstag, Hochzeitstag oder einen romantischen Ausflug herzog. Das „Jack Sparrow Tree House“ ist zudem noch sehr fotogen, und dürfte auf zahllosen Selfies den Hintergrund bilden.

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Adlon

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Diese neue Rubrik wird die Hotels beschreiben, die ich getestet und für gut befunden habe. Für den Anfang beschreite ich einen ungewöhnlichen Weg: ich übernachte zum erstenmal in der Stadt, in der ich wohne, im Hotel. Und zwar im besten Hotelzimmer, was die Lage angeht: Der Brandenburger Tor Suite im Hotel Adlon am Pariser Platz. Das Adlon wurde 1907 von Lorenz Adlon erbaut und brannte im Zweiten Weltkrieg nieder. Mit Baukosten von 20 Millionen Mark war es fast doppelt so teuer wie der Berliner Dom. Das Adlon ist der Hotelmythos unter den deutschen Häusern.

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Tom Tom in die Irre

Da der Gute Reisende sich oft auch in Winkel Europas vorwagt, in denen er sich nicht gut auskennt, hat er sich vor einem Jahr ein Navigationsgerät von Tom Tom gekauft. Allerdings war die eingebaute Software dort schon so alt, dass sie neu gebaute Straßen nicht kennt. So wollte er denn die Software aktualisieren. Ginge ganz einfach online, heisst es in der Werbung von Tom Tom. Doch schon am ersten Schritt scheiterte der Gute Reisende: die Webseite kannte das „Tom Tom“ Modell, dass er in Berlin in einem großen Elektronikfachgeschäft kaufte, nicht. Er prüfte die Nummer nochmals – nichts. Also wandte er sich an den online-Kundenservice der Firma. Auf seine Anfrage erhielt er eine Eingangsbestätigung – immerhin. Er wartete 5 Tage, doch außer dem Hinweis, er solle die Gerätenummer online eingeben, erhielt er keine „Hilfe“. Nach drei Wochen kam dann noch eine mail, wie man mit dem Kundenservice zufrieden wäre. Bitte? Natürlich ein ***** Service! Seine nochmalige Nachfrage, dass sein Problem nicht gelöst sei und das Tom Tom immer noch nicht upgedatet ist, blieb ohne Antwort. Heute sind 7 Wochen seit der Anfrage vergangen, immer noch kein Zeichen dieser Firma. Nie wieder! (Wie heisst noch mal die bessere Alternative zu Tom Tom??)

Royal Hotel San Remo

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1872 wurde das Royal Hotel San Remo als 5-Sterne Haus eröffnet, und seitdem hat es nichts von seiner Eleganz eingebüßt. Wenn man auch heute keine europäischen Königshäupter oder Aristokraten mehr hier antrifft, weht doch der Hauch dieser Epoche in die Lobby. Markenzeichen des Hauses ist der Pool, der vom Frühjahr bis zum Herbst bei einer konstanten Wassertemperatur von 27 Grad genutzt werden kann. Ihn hat der Designer Giò Ponti 1948 entworfen. Ponti gab zu Protokoll: „Ich hasse rechteckige Pools. Sind Seen und Flüsse vielleicht rechteckig? Ich möchte Schwimmbecken für Wassernymphen, in die man von einem Baum aus reinspringen kann, mit einer Bar am Wasserrand.“

Swimming_pool

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Bremerhaven

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Muggeliche Kneipen und eine Weltreise in zwei Stunden

Bremerhaven, einst der größte europäische Auswandererhafen, verfolgt ein neues Konzept

„Treffpunkt Kaiserhafen – die letzte Kneipe vor New York“ ist nicht etwa eine Beschreibung für einen Treffpunkt am Hafen von Bremerhaven, es ist der Name einer Kneipe. Die ganz real in einer Baracke mitten auf dem Hafengelände steht, am Bananenpier. Seeleute kommen hier allerdings nur noch vorbei, wenn in der benachbarten Lloyd-Werft große Schiffe umgebaut werden. Die Portionen, zum Beispiel das Fischerfrühstück mit Nordseekrabben, sind dennoch so reichhaltig, dass sie gestandene Matrosen sattmachen würden. Obwohl die Kneipe etwas abgelegen ist, kommen immer öfter Touristen vorbei, die sich von der „muggelichen“ Atmosphäre anstecken lassen. Besonders muggelich ist es samstag abends, wenn Bruni Schlager und Shantys singt. Auch das berühmt-berüchtigte „Hein Mück aus Bremerhaven, der ist allen Mädchen treu…“

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