Können so viele Touristen irren?

Heute bin ich mal wieder am Checkpoint Charlie vorbeigefahren, der Trubel der Touristen war wie immer groß. Ich frage mich: warum kommen so viele Touristen dorthin? Checkpoint Charlie ist wahrscheinlich der hässlichste Platz in Berlin, es gibt überhaupt nichts zu sehen, außer einem Nachbau eines Checkpoints der Amerikanischen Allierten Streitkräfte und ein paar Schauspielern, die US-Officers nachspielen. Ich habe 3 Euro gezahlt, um euch dieses Foto hier zu präsentieren. Ansonsten gibt es: schlechte Currywurstbuden, Pizza, Burger, Döner, Ramschverkäufer mit Made-in-China Billigsouvenirkram, ein Gemälde von Asisi gegen happige Eintrittsgebühr, hässliche Häuser, schlechten Kaffee. Von der ehemaligen „Attraktion“, dem „antifaschistischem Schutzwall“, ist rein GAR nichts mehr übrig, der wurde gänzlich abgetragen. Ach ja, da ist noch das Museum am Checkpoint Charlie, überteuert, und mit wenig Inhalt. Dabei bietet Berlin sooooo viele interessante Plätze!! Einige davon habe ich in meinem neuen Buch, das bald im Via Reise Verlag erscheint, beschrieben. Dazu bald mehr.

Der „Multi Market Press Trip“

„Unter anderem haben wir neue Häuser der Marke DoubleTree by Hilton in London und Amsterdam eröffnet. Wir wären froh, wenn wir Sie auf unserem internationalem Press Trip begrüßen dürften, auf dem Sie ein tolles Programm in beiden Städten erwartet“… So etwa lautete die mail, die ich eines Tages in meiner Mailbox vorfand. Nach London wollte ich sowieso mal wieder, und werde könnte bei einem solch verlockendem Angebot widerstehen? Zumal alles, von den Flügen bis zu Restaurantbesuchen und Museumsbesuchen von der spendablen PR-Agentur aus München bezahlt würde.

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Cornwall – im Tree House

In Tregaminion, nahe bei Land‘s End in Cornwall, hat ein Künstler ein exzentrisches Tree House geschaffen

Das in Leinen gebundene Gästebuch, das auf dem Tisch liegt, quillt über vor Lobeshymnen. Meist von englischen Pärchen, die es hier für ihren Geburtstag, Hochzeitstag oder einen romantischen Ausflug herzog. Das „Jack Sparrow Tree House“ ist zudem noch sehr fotogen, und dürfte auf zahllosen Selfies den Hintergrund bilden.

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Adlon

Diese neue Rubrik wird die Hotels beschreiben, die ich getestet und für gut befunden habe. Für den Anfang beschreite ich einen ungewöhnlichen Weg: ich übernachte zum erstenmal in der Stadt, in der ich wohne, im Hotel. Und zwar im besten Hotelzimmer, was die Lage angeht: Der Brandenburger Tor Suite im Hotel Adlon am Pariser Platz. Das Adlon wurde 1907 von Lorenz Adlon erbaut und brannte im Zweiten Weltkrieg nieder. Mit Baukosten von 20 Millionen Mark war es fast doppelt so teuer wie der Berliner Dom. Das Adlon ist der Hotelmythos unter den deutschen Häusern.

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Bremerhaven

Muggeliche Kneipen und eine Weltreise in zwei Stunden

Bremerhaven, einst der größte europäische Auswandererhafen, verfolgt ein neues Konzept

„Treffpunkt Kaiserhafen – die letzte Kneipe vor New York“ ist nicht etwa eine Beschreibung für einen Treffpunkt am Hafen von Bremerhaven, es ist der Name einer Kneipe. Die ganz real in einer Baracke mitten auf dem Hafengelände steht, am Bananenpier. Seeleute kommen hier allerdings nur noch vorbei, wenn in der benachbarten Lloyd-Werft große Schiffe umgebaut werden. Die Portionen, zum Beispiel das Fischerfrühstück mit Nordseekrabben, sind dennoch so reichhaltig, dass sie gestandene Matrosen sattmachen würden. Obwohl die Kneipe etwas abgelegen ist, kommen immer öfter Touristen vorbei, die sich von der „muggelichen“ Atmosphäre anstecken lassen. Besonders muggelich ist es samstag abends, wenn Bruni Schlager und Shantys singt. Auch das berühmt-berüchtigte „Hein Mück aus Bremerhaven, der ist allen Mädchen treu…“

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Yoga in 1800 Meter Höhe!

Etwas abgelegen ist Arosa schon: Das Hochtal in Graubünden ist nur von Chur aus erreichbar. Die Bergbahn von Chur aus benötigt fast eine Stunde für die steile Strecke, die wunderbare Ausblicke in tiefe Gebirgstäler bietet. Die Bahnhöfe, besser gesagt Holzhütten, die man dabei passiert, sind allesamt erstklassige Fotomotive. Am Endbahnhof Arosa (der Ort hat rund 2000 Einwohner) steht man direkt am Seeufer des Obersees. Hier Yoga zu machen, in reiner Gebirgsluft in 1800 Meter Höhe, ist eine gute Idee.

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Malta als Winterziel

Englisch lernen, alte Tempel besuchen, Weihnachtskrippen mit lebenden Jesus-Babys bestaunen: der Winter ist die ideale Reisezeit für Malta

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„Sie möchten Radfahren auf Malta? Davon raten wir eher ab, der Verkehr ist einfach mörderisch!“ Originalton der Tourist-Information auf Malta, die Insel der Kreuzfahrer. Man habe es vor einigen Jahren angeblich mit e-Bikes probiert, die Nachfrage war aber zu gering, so dass der Verleih eingestellt wurde. Man sollte den Tourismus-Ämtern aber nicht alles glauben: die Agentur Eco-Bikes vermietet e-Bikes in Valetta, und aufgrund der stark hügeligen Straßen machen sie sich hier doppelt bezahlt. Mietpreis pro Tag: 20 Euro (www.ecobikesmalta.com)

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Auf dem Großsegler

Mit einem Viermaster über das Mittelmeer

Die „Star Flyer“ ist nicht nur das fotogenste Kreuzfahrtschiff, es ermöglicht durch die Nutzung der Windkraft nachhaltiges Reisen

Achtung!! In diesem Beitrag sind zwei Videofilme von mir „versteckt“…. Wer findet sie?

Die nackten Zahlen beeindrucken: Die Star Flyer, eines der größten Segelschiffe der Welt, hat eine Länge von 115 Metern, eine Segelfläche von 3300 Quadratmetern, eine Masthöhe von 63 Metern und kann bis zu 170 Passagiere beherbergen. Das Segelschiff, das zur Zeit unter maltesischer Flagge die Weltmeere kreuzt, gehört der Reederei Star Clippers. Er ist einer von drei Großseglern und bietet den Gästen eine Mischung aus hohem Komfort und dem romantischen Erlebnis, auf einem Großsegler zu sein, der – bei ausreichendem Wind – allein durch Windkraft vorwärts kommt.

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Thailand

Inselidylle in der Andamanensee und One Night in Bangkok

Ist eine Reise nach Thailand gefährlich? Thailand musste in letzter Zeit Einbussen, was die Touristenzahlen betrifft, hinnehmen. Dazu kamen noch die Touristenmorde auf der Insel Koh Tao, die von den Medien weltweit in die Schlagzeilen gehievt wurden, und die von Regierungschef Prayuth Chan-o-cha nicht gerade elegant kommentiert wurden. Thailand-Kenner wissen, dass die Demonstrationen in Bangkok nicht mit gewalttätigen Demonstrationen in westlichen Ländern verglichen werden können. Für Thais hat eine Demonstration eine ganz andere Bedeutung als in westeuropäischen Ländern. Die drei wichtigsten Dinge für Thais sind Schönheit, Vergnügen und Geld, und dies in dieser Reihenfolge. „Wir konnten trotz der Herausforderungen in diesem Jahr das hohe Niveau der Einreisezahlen aus dem Jahr 2013 fast halten“, behauptet Supranee Pongpat, die Direktorin des Thailändischen Fremdenverkehrsamtes denn auch.

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Umbrien

Jenseits des Corso Vannucci

Umbrien ist von Touristen nicht so stark belagert wie die Toscana. Vielleicht nicht mehr lange…

Susi und Nina, die beiden Trüffelhunde, lassen sich nicht lange bitten. Sie kennen den „Spaziergang“ mit ihrem Herrchen, Andrea, schon und springen schwanzwedelnd aus dem Auto. Von Norcia aus geht es 10 Minuten Richtung Berge, die im Februar auf den Spitzen noch schneebedeckt sind. „Auch im Sommer werden es hier selten mehr als 25 Grad“, beschreibt Andrea das Bergklima. Der gut durchtrainierte Umbrier nimmt die Trüffelhacke in die Hand, und los geht es. „Die Trüffelhacke darf nur 10 Zentimeter lang sein, das ist gesetzlich vorgeschrieben, da sonst die empfindlichen Trüffelwurzeln zerstört würden“, klärt er seine Gäste auf. Die Wintertrüffel sind die besten – und teuersten. „Auf dem Markt bekomme ich für ein Kilogramm bis zu 1000 Euro“, verrät Andrea. Die Suche lohnt also. Erst vor wenigen Monaten hatte das Auktionshaus Sothebys einen 1,9 Kilogramm schweren Trüffel aus Umbrien für einen Millionenbetrag versteigert.

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