Scheelehof, Stralsund

Welcher Eingang ist der richtige? Gar nicht so einfach, denn der Scheelehof in der Altstadt von Stralsund, ganz nah am Hafen, verteilt sich auf drei Altstadthäuser, die nebeneinanderliegen.

Eingang A führt ins Kaffeekontor (dazu später), Eingang B ins Restaurant „Zum Scheele“, und Eingang C führt schließlich ins Hotel. Doch diese drei Häuser, das älteste aus dem 14. Jahrhundert (!) sind nur ein Teil des Hotels. Nach hinten geht es in weitere zwei Häuser, die auf den Fundamenten der alten Stadtmauer errichtet wurden. Wir waren also froh, dass der Concierge uns auf dem langen, verschlungenen Weg begleitete, der zum Zimmer 342 führte.

Überall scheinen Mauerreste alter Gebäude durch, auch im Zimmer, was für eine warme Atmosphäre sorgt. Der Scheelehof hat eine eigene Kaffeerösterei, der Kaffee schmeckt mir als ausgesprochener Kaffeeliebhaber sehr gut. Leider gibt es im Zimmer aber keine Kaffeemaschine, und auch in der Rösterei gibt es den Kaffee nur in Bohnenform oder gemahlen zu kaufen. Zum Frühstück im Hotelrestaurant, das zwei Etagen hoch ist und früher einmal der Lagerraum des Kaufmannshauses war, gibt es ihn dann aber „all you can drink“.

In der gut besuchten Sauna (draussen weht Wind und die Temperatur geht nicht über 1 Grad) gefällt mir das kostenlose Teeangebot gut, und auch das Lavendel-Aroma des Dampfbades. Beim Betreten der Sauna schallt es meiner Begleitung, die nicht aus Deutschland kommt, entgegen, dass „Bikinis verboten!“ seien. Ich hatte dies aber vorher schon mit der Rezeption abgeklärt – im Scheelehof dürfe man die Sauna selbstverständlich auch mit Bikini oder Badehose nutzen.

Unten in der Kellerkneipe sind noch die Reste des „Hausbaums“ zu sehen, der einst dafür sorgte, dass das Haus unter der Last der gelagerten Waren nicht zusammenbrach. Hier gibt es das vorzügliche Störtebeker Pils frisch vom Fass. Im Scheele-Saal, der für Veranstaltungen genutzt wird, steht noch ein Flügel, den einst Erich Honecker dem Haus zuschanzte. Jedensfalls meinte dies eine Angestellte des Hauses. Als Alternative zur Kellerkneipe gibt es nur wenige Schritte weiter die angeblich älteste Hafenkneipe der Welt, „Zur Fähre“, aus dem Jahr 1332. Wirklich ein Erlebnis und ein einzigartiges Ambiente, und zu später Stunde trudeln hier die harten Jungs der Hansestadt ein…

Der Aufenthalt wurde ermöglicht vom Hotel Scheelehof.

 

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