Der Strand ohne Meer

Der kleinste Offshore-Strand der Welt mit Wellen, aber ohne Meer

Das Naturwunder versteckt sich in der Nähe des kantabrischen Badeortes Llanes

Normal ist an diesem Strand wenig: zwar liegt man auf feinem, weißen Sand und hört vor sich das Plätschern der Wellen. Doch anstatt den Blick über den weiten Horizont des Meeres schweifen zu lassen, prallt der Blick auf eine rund 50 Meter hohe Felswand.

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Der Atlantik liegt dahinter, rund 100 Meter entfernt. Das türkisblaue, kristallklare Wasser des kleinen „Sees“ mit Wellen stammt aus dem Meer. Durch eine Art Felstunnel wird diese Senke mit Wasser und Wellen versorgt. Sogar Ebbe und Flut gelangen bis zum Strand von Gulpiyuri. Neben dem Plätschern der Wellen ist ein Gegurgel hörbar, das von den Wassermassen stammt, die sich durch die Felsen zwängen. Das kleine Naturwunder lässt sich zurückführen auf die nagende Kraft der Wellen, die über Millionen von Jahren gegen die Felsküste geschlagen haben und so einen Erosionsprozess in Gang gesetzt haben. Das Meerwasser fraß sich einen Tunnel durch den Berg. Durch ihn kann man theoretisch durch den Felsen bis zum Meer schwimmen, wegen der spitzen Felsen ist dies aber nicht ganz ungefährlich.

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Am 40 Meter langen Strand, der sich in einer Senke befindet, liegt man geschützt rund 10 Meter unterhalb der grünen Wiesen, auf denen Ziegen grasen. Das Atlantikmeerwasser ist zwar klar, aber meist frisch. Im August erreicht die Wassertemperatur den Höchststand von 20 Grad. Zu finden ist das Naturwunder nicht einfach. Nur Einheimische kennen den unbeschilderten Feldweg, der von der Autobahnausfahrt 313 abzweigt.
Weiter ausladendes Badevergnügen und prachtvolle Natur findet sich am Strand von Poo, der nur fünf Minuten entfernt ist. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist er bestens geeignet, das Wasser in der muschelförmigen Bucht ist überall flach. Die Bucht geht über in eine Lagune, die ebenfalls über Sandstrand verfügt. Hier gibt es auch zwei einfache Restaurants mit regionalen Spezialitäten. Ein Glas Weißwein kostet auf der Sonnenterrasse 1,5 Euro, dazu bekommt man ein Schälchen Oliven.

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Das nahegelegenen Städtchen Llanes, eine Etappe vieler Pilger des Jakobsweges, wartet mit mittelalterlichem Flair auf. Sehenswert ist der mittelalterliche Ortskern und der Hafen, der sich durch das Dorf zieht.

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